Natürlich essen — Gesund abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt

Fluoride − das Gift in unserem Mund

No caption


Wenn man sich intensiv mit einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise auseinander setzt, kommt man unweigerlich einmal an den Punkt, wo man sich sagt: Jetzt meide ich in der Küche jegliche künstliche oder synthetische Konservierungsstoffe und Zusätze wie die Pest, um sie mir kurze Zeit später im Bad auf die Haut zu schmieren, von wo aus sie über die Poren in den Körper geschleust werden. Das kanns ja irgendwie nicht sein, oder!

Darum habe ich mich in den letzten Monaten genauer mit unseren gängigen Kosmetik- und Hautpflegeprodukten befasst und mit Entsetzen festgestellt, dass wir, als KonsumentInnen, keinen blassen Schimmer haben, was genau in den Produkten drin ist, die wir tagtäglich benutzen − das gilt leider auch oftmals für die so viel gelobte Naturkosmetik. Oder weisst Du vielleicht, was Polyglyceryl-3 Diisosterate sind? Nein? Laut Codecheck-App handelt es sich hierbei um Emulgatoren die für das schöne geschmeidige Gefühl auf der Haut sorgen. Sie gelten als unbedenklich und sind in den meisten herkömmlichen und natürlichen Pflegeprodukten enthalten. Nochmal Glück gehabt...

Falls Du mir schon länger folgst, auch auf Facebook und Instagram, weisst Du, dass ich grossen Wert auf naturbelassene Produkte und Lebensmittel lege. Ich kaufe so gut wie nie Fertigprodukte. Das einzige «Industrieprodukt» was bei mir reglemässig auf dem Teller landet, ist Tofu-Aufschnitt oder mal eine Sojabratwurst. Dabei schaue ich mir peniblel genau die Zutatenliste an. Ein Produkt mit mehr als 5 Zutaten ist bei mir schon unten durch. Und dann benutze ich täglich 3-4 Pflegeprodukte im Bad mit einer ellenlangen Zutatenliste, die ich noch nicht einmal verstehe?! Schon etwas unlogisch, oder wie siehst Du das?

Dabei ist es gar nicht kompliziert, gängige Kosmetikartikel wie Deo, Zahnpasta oder Bodylotion selbst herzustellen. Und in der Regel spart man auch noch Geld, da die einzelnen Zutaten meist sehr viel weniger kosten als das gekaufte Endprodukt. Ausserdem weiss man genau, was drin ist − meist nur 3-5 Zutaten − und Plastik spart man auch noch 😊

In den nächsten Monaten wirst Du deshalb von mir immer mal wieder Tipps zur Kosmetikherstellung erhalten. Ich erkläre dir jeweils, welche Zutaten sich negativ auf unseren Körper auswirken und gebe dir eine Schritt-für-Schritt Anleitung zum Selbermachen. Heute geht's los mit selbstgemachter Zahnpasta.

Das Problem mit herkömmlicher Zahnpasta sind die zugesetzten synthetischen Fluoride. Es handelt sich hierbei um Fluorverbindungen die vor allem zur Kariesprophylaxe eingesetzt werden. Fluor ist ein giftiges Gas, das sehr reaktionsfreudig ist und in der Natur daher meist an andere Moleküle gebunden ist. 

Fluoride kommen in winzigen Mengen in der Natur vor und sind genau in diesen Mengen sehr nützlich für uns. Werden Fluoride jedoch in synthetischer Form, wie sie zum Beispiel in fluoridierter Zahnpasta oder Kochsalz vorhanden sind, vom Körper aufgenommen, kann die richtige Dosis sehr schnell überschritten werden. Eine beginnende Fluoridüberdosierung (auch Fluorose) äussert sich in weissen Flecken auf den Zähnen und kommt häufig in Ländern mit weit verbreiteter Trinkwasserfluoridierung vor. Eine fortgeschrittene Fluorose äussert sich in tiefen braunen Löchern.

Hinzu kommt, dass Fluoride sich im Körper anreichern. Sie gehören zu den sogenannten Kumulationsgiften, das heisst sie werden vom Organismus nicht wieder ausgeschieden. Sind sie einmal drin, akkumulieren sie sich, bis irgendwann die persönliche Toleranzgrenze überschritten ist und es zu gesundheitlichen Problemen kommt, zum Beispiel Calciummangel. Wie eingangs erwähnt, sind Fluoride sehr bindungsfreudig und so haben sie auch die Eigenschaft, Calcium an sich zu binden. In dieser Form kann der Körper den wichtigen Mineralstoff Calcium aber nicht mehr nutzen und so entsteht über kurz oder lang ein chronischer Calciummangel. Calcium ist unter anderem wichtig für unsere Zahn- und Knochengesundheit. 

Ein Teil dieses Calciumflorids sammelt sich auch in den Arterien und in der Schilddrüse. Wie gesagt, Fluoride sollen Knochen und Zähne hart machen. Doch wollen wir auch harte Arterienwände oder hartes Schilddrüsengewebe? Ich denke, nicht.

Wie Du siehst, spricht einiges gegen die Aufnahme von Fluoriden in synthetischer Form. Doch was kann man dagegen tun? Mittlerweile gibt es in gut sortierten Supermärkten und Bioläden sowie in Apotheken fluoridfreie Zahnpasta zu kaufen. Die ist allerdings meist (viel) teurer als die fluoridierte Variante... und nicht unbedingt über jeden Zweifel erhaben.

Ich mache meine Zahnpasta seit geraumer Zeit immer öfters selbst. Dafür brauche ich lediglich 3 Zutaten, eventuell noch eine 4. aber die ist optional. 

Zutaten:

  • 4-5 EL Kokosöl
  • 2-3 EL Xylit (Birkenzucker)
  • 8-10 Tropfen Pfefferminzöl
  • optional eine Messerspitze Kurkuma

Kokosöl kurz im Wasserbad erwärmen damit es flüssig wird. Restliche Zutaten dazugeben und gut vermischen. Das Ganze vom Wasserbad nehmen und abkühlen lassen. Während dem Abkühlen hin und wieder umrühren. In ein kleines Glas mit Schraubverschluss füllen und jeweils zum Zähneputzen mit einem Teelöffel etwas Paste entnehmen und auf die Zahnbürste geben. Zähne wie gewohnt putzen. Achtung: Diese Zahncreme schäumt nicht, ist aber genauso wirkungsvoll wie herkömmliche Zahnpastas, wenn nicht sogar besser!

Was bewirken die verschiedenen Inhaltsstoffe?
Kokosöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Xylit wirkt basisch, hilft Plaque und Karies verhindern und wirkt ebenfalls entzündungshemmend. Pfefferminzöl wirkt erfrischend. Und Kurkuma hellt die Zähne auf (ja, richtig gelesen, allerdings verfärbt sich die Zahnbürste) und ist auch antibakteriell.

Ich wünsche dir viel Spass beim Ausprobieren. Schreib mir doch, wie sie dir gelungen ist und welche Erfahrungen Du damit gemacht hast.